Die Welt hält die Luft an. Richtig atmen in stressigen Zeiten.

Ziel von Yoga ist es, die Aufmerksamkeit in diesen Moment zu lenken, um Körper und Geist in einen entspannten Zustand zu bringen. Der Atem kann uns dabei helfen, da er immer im Hier und Jetzt fließt. Er ist so selbstverständlich, dass wir ihn im Alltag häufig vergessen. Dabei wäre es eigentlich naheliegend, dem Atem viel mehr Beachtung zu schenken, denn er hält uns am Leben: solange wir atmen, leben wir. Wenn wir aufhören zu atmen, sterben wir.


Der Atem entscheidet aber nicht nur über Leben und Tod, er steht in permanentem Austausch mit unserem Körper und unserem Geist.


Wenn wir zum Beispiel gestresst, ängstlich, wütend oder aufgeregt sind, atmen wir schneller und flacher. Das Gehirn wird dann schlechter mit Sauerstoff versorgt und das vegetative Nervensystem wird stimuliert. Der Sympathikus wird aktiviert, was bedeutet, dass der Körper Stresshormone ausschüttet. Evolutionär gesehen ist dieser Mechanismus überlebenswichtig, da diese Stressreaktion des Körpers den Menschen auf Flucht oder Kampf vorbereitet. Wenn wir aber ständig dieser Stressreaktion des Körpers ausgesetzt sind, obwohl Flucht und Kampf nicht immer notwendig wären, ist das sehr anstrengend für Körper und Geist und schadet unserer Gesundheit.


Wenn Körper und Geist hingegen entspannt sind, fließt der Atem frei und tief. Der Parasympathikus ist dann aktiv, er wird auch als „Ruhenerv“ bezeichnet.


Der Atem ist das Spiegelbild unseres Gemütszustandes. Atem und Geist stehen in wechselseitiger Beziehung zueinander. Das bedeutet, dass nicht nur unser Gemütszustand den Atem beeinflusst, sondern der Atem auch Einfluss darauf nehmen kann, wie wir uns fühlen.


Hier setzt Yoga an: Atemübungen sollen dabei helfen Körper und Geist zu entspannen.


Du kannst die Atembeobachtung (Siehe Artikel „Heilung – wie Yoga zu Hause helfen kann“) nutzen, um ein Gespür für deine Atmung zu bekommen. Versuche außerdem im Alltag immer wieder zwischendurch den Fluss deiner Atmung zu beobachten. Am Besten in unterschiedlichen Situationen: wenn es dir gut geht, wenn du traurig bist, wenn du Angst hast, wenn du gestresst bist usw.. Dadurch richtest du die Aufmerksamkeit automatisch in deinen Körper und lernst die Signale deines Körpers wieder besser wahrzunehmen und zu deuten.


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